In meinem ersten Freundschaftsbuch, neben einem Glitzerfischsticker und einem Passfoto vom Schulfotografen, steht in meiner Erstklässlerschrift und mit mehr als einem Rechtschreibfehler: „Ich möchte Rechtsanwältin werden.“ Ich war sechs (!). Woher ich das hatte, war nie ein Rätsel: Meine Mutter, die genauso heißt wie ich, nur mit „k“ statt „c“ geschrieben, ist bis heute eine leidenschaftliche Rechtsanwältin im Familien- und Arbeitsrecht. Als kein Babysitter da war, setzte sie meine jüngere Schwester und mich mit nicht knisternden Süßigkeiten auf die Zuschauerbank im Gericht, während sie in Robe verhandelte. Ich war fasziniert von der Ernsthaftigkeit, ihrer Begeisterung und den alten, meist historischen Gerichtsgebäuden. Diesen kindlichen Wunsch, Rechtsanwältin zu werden, habe ich nie hinterfragt.
| DOI: | https://doi.org/10.37307/j.2510-5116.2026.11.19 |
| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2510-5116 |
| Ausgabe / Jahr: | 11 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-10-12 |
Um Ihnen ein optimales Webseitenerlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Mit dem Klick auf „Alle akzeptieren“ stimmen Sie der Verwendung von allen Cookies zu. Für detaillierte Informationen über die Nutzung und Verwaltung von Cookies klicken Sie bitte auf „Anpassen“. Mit dem Klick auf „Cookies ablehnen“ untersagen Sie die Verwendung von zustimmungspflichtigen Cookies. Sie haben die Möglichkeit, Ihre Einstellungen jederzeit individuell anzupassen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

